In der vergangenen Woche besuchte eine kleine Delegation aus Barsbüttel unsere französische Partnergemeinde Guipavas. Mit dabei waren Bürgervorsteher Henri Schmidt, der stellvertretende Bürgermeister Thorsten Abrotat sowie Vertreterinnen und Vertreter des Bürgervereins. Anlass der Reise war ein besonderes Jubiläum: Seit 40 Jahren sind Barsbüttel und Guipavas partnerschaftlich miteinander verbunden.
Im Mittelpunkt des Besuchs stand die Frage, wie die langjährige Freundschaft zwischen beiden Gemeinden auch in Zukunft mit Leben gefüllt werden kann. Bei einem gemeinsamen Treffen im Rathaus wurde über die weitere Entwicklung der Städtepartnerschaft beraten. Besonders erfreulich war die Teilnahme zweier Lehrerinnen, die sich künftig stärker in den Austausch einbringen möchten. Damit soll insbesondere die Begegnung von Schülerinnen und Schülern aus Barsbüttel und Guipavas wieder intensiviert werden.
Nach einem kleinen Empfang im Rathaus und einem gemeinsamen Mittagessen in einer traditionellen Crêperie folgte am Nachmittag die Teilnahme an einer feierlichen Zeremonie am Ehrenmal. Gemeinsam gedachten die Delegationen der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft und setzten damit zugleich ein Zeichen für Frieden, Verständigung und die europäische Freundschaft.
Auch Vertreterinnen und Vertreter aus Callington nahmen an den Feierlichkeiten teil. Die englische Gemeinde ist ebenfalls Partnerkommune von Barsbüttel und Guipavas. Die Begegnung machte damit einmal mehr deutlich, wie wichtig kommunale Partnerschaften für den europäischen Zusammenhalt und den direkten Austausch über Ländergrenzen hinweg sind.
Den Abschluss des Tages bildeten ein gemeinsames Abendessen und ein musikalisches Unterhaltungsprogramm der Gruppe KGB. In zahlreichen persönlichen Gesprächen wurde deutlich, dass die Partnerschaft nicht allein von offiziellen Vereinbarungen, sondern vor allem vom Engagement vieler Bürgerinnen und Bürger getragen wird.
Der Besuch in Guipavas war deshalb nicht nur ein Rückblick auf 40 Jahre gemeinsamer Geschichte, sondern zugleich ein Aufbruch in die Zukunft. Ziel bleibt es, neue Begegnungen zu ermöglichen, bestehende Kontakte zu vertiefen und insbesondere junge Menschen für die deutsch-französische und europäische Freundschaft zu begeistern.